„Wasserdicht IPX“: Wann ist eine Taschenlampe wasserdicht?

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„Wasserdicht IPX“: Wann ist eine Taschenlampe wasserdicht? Bild: © Dmytro Sukharevskyy – Fotolia.com

Der IPX Standard wird in die Klassen 6 und 8 eingeteilt, was sich auf die Dichtheit unter Wasser bezieht. Doch wann ist eine Taschenlampe wirklich wasserdicht?
Die Angaben der Hersteller von Taschenlampen beziehen sich bei dem IPX Standard 8 auf  zwei Meter Tauchtiefe für 30 Minuten. Taschenlampen mit dem IPX Standard 6 sind nur Spritzwasser geschützt, das heißt, sie halten schon mal einen Wasserstrahl aus dem Gehäuse fern, dürfen aber nicht unter Wasser gehalten werden. Zum Tauchen sind keine normalen Taschenlampen tauglich, auch die nicht, die wasserdicht nach dem IPX Standard 8 sind. Taschenlampen für Taucher sind so konstruiert, dass sie nicht nur absolut wasserdicht sind, sondern auch den in der jeweiligen Tiefe vorherrschenden Wasserdruck gefahrlos aushalten.

IPX Standard 6: Taschenlampen für den Outdoor-Bereich
Wer als normaler Camper unterwegs ist, kann sich mit einer Taschenlampe begnügen, die  Spritzwasser geschützt ist, also den IPX Standard 6 besitzt. Natürlich sollten die Camper ihre Utensilien wie Taschenmesser oder Taschenlampe immer vor Regen schützen, denn die Metallteile könnten sonst Rost ansetzen.

Ist die Taschenlampe wasserdicht? Taschenlampen immer vor Nässe schützen
Vorsicht ist selbstverständlich immer angesagt, wenn es sich um Herstellerdaten handelt. Eine normale Taschenlampe ist nie ganz unempfänglich gegen Nässe, da sie im Gebrauch auch verschleißt. Manchmal fällt so eine Lampe auch zu Boden, wobei sie Schaden nehmen kann, der nicht sofort erkannt wird. Ist sie dann Regen ausgesetzt, könnte Feuchtigkeit eindringen und die Lampe innen beschädigen und die Batterien untauglich machen.

IPX Standard 8: Taschenlampe ist theoretisch wasserdicht
Die Taschenlampen, die vom Hersteller mit dem Gütezeichen IPX Standard 8 versehen sind, sollten auch in 2 Meter Tauchtiefe noch dicht sein. Das ist jedoch eher ein theoretischer Wert, wenn die Lampe das Werk verlässt und noch keiner Witterung oder keinen Stößen ausgesetzt wurde. Eine Taschenlampe ist zum Beispiel bei Outdoor-Sportlern ein Gegenstand, der im Rucksack liegt und beim Aus- oder Umpacken nicht gerade sanft behandelt wird. Das Material der Lampe, die nicht für spezielle Arbeiten konstruiert wurde, leidet natürlich und kann sich verziehen. Die kleinste Delle oder eine nicht richtig sitzende Dichtung kann die Wasserdichtheit beeinträchtigen. Wenn eine Taschenlampe der Klasse IPX Standard 8 schon länger im Gebrauch ist, kann kein Hersteller mehr eine Tauchtiefe von 2 Meter garantieren, da sie eben keine richtige Taucherlampe ist.

Welche Taschenlampe nach IPX Standard kaufen?
Wer seine Taschenlampe zum Geocaching oder auf Wanderungen mitnehmen möchte, benötigt in der Regel keine wasserdichte oder wassergeschützte Lampe nach IPX-Standard. Als letztes Kriterium bei einer anstehenden Kaufentscheidung kann der IPX Standard 6 natürlich sein, denn eine Spritzwasser geschützte Taschenlampe ist beim Camping oder auch bei Wanderungen sicherlich nie verkehrt.
Wer Outdoor-Aktivitäten bei anhaltendem Regenguss plant, Camping im Dauerregen, Wanderwege, die auch Bäche oder Flüsse kreuzen, sollte auf die IPX Klasse 8 beim Kauf der Taschenlampe achten. Gegen Regenwasser ist die höhere Klasse sicherlich besser geschützt. Für wirkliche Tauchgänge eignet sich die Klasse 8 jedoch nicht.

Die Dichtheit beider IPX Klassen hängt vor allem vom Gebrauch und der Handhabung der Taschenlampe ab. Die Robustheit der Taschenlampe gewährt der IPX Standard nicht. Das heißt, fällt die Taschenlampen mehr als nötig auf einen harten Boden, ist die Dichtheit der Lampe nicht mehr gewährleistet und selbst Regenwasser kann die Funktion der Taschenlampe gefährden.

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