Der Taschenlampen CR123A (16340) Akku-Test

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung dieser Webseite. Mit der Nutzung dieser Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Akkus in Taschenlampen? Ein Vorurteil sagt, dass leistungsstarke Taschenlampen nur sehr kurz mit Akkus vernünftig leuchten. Akku-Modelle von LED Lenser wie beispielsweise die P7R oder die M7R, die wir bereits ausführlich getestet haben, zeigen durchaus gute Laufzeiten bei großer Lichtleistung. Da man den in diesen Taschenlampen verwendeten 18650-Akku auch anstelle von zwei CR123A-Batterien verwenden kann, möchten wir untersuchen, wie sich RCR123-Akkus (16340) verhalten.

Wenn eine Taschenlampe CR123A-Batterien verwendet, deutet dies meist auf hohe Lichtleistung und akzeptabler Laufzeit hin, wie unsere Laufzeittests der getesteten Taschenlampen immer wieder zeigen. Doch wenn eine Taschenlampe zwei CR123A-Batterien verwendet, bedeutet dies, dass der Batteriewechsel mit mindestens 4 Euro zu veranschlagen ist. Die Fenix TK75, die acht – oder mit Verlängerung gar 16 – CR123A-Batterien „verschlingt“, benötigt also 16 bzw. 32 Euro an Batteriekosten. Hier würden Akkus den Geldbeutel deutlich schonen. Aus diesem Grund haben wir mehrere RCR123-Akkus sowie ein 18650-Akku der Firma LED Lenser in einer Test-Taschenlampe, der Fenix PD35, getestet.

akku test cr123a
In unserem Akku Test treten neben namhaften Akkus von Fenix, Olight und Nitecore auch Billig-Akkus aus China an. Wir möchten prüfen, welcher Akku am sinnvollsten normale CR123A-Batterien ersetzen kann.

Die Test-Akkus

Nachdem wir das Angebot vieler Online-Shops geprüft haben, viel unsere Auswahl auf insgesamt fünf Akku-Modelle namhafter und nicht namhafter Anbieter. Unsere Wahl fiel auf eine Akku-Serie eines unbekannten chinesischen Anbieters, eine Serie des Anbieters „Tuopeng“ sowie Akkus der namhaften Taschenlampen-Anbieters Olight, Fenix und Nitecore. Gegen diese Kandidaten musste auch ein gebrauchter Akku aus unserer LED Lenser M7R antreten. Die Akkus haben unterschiedliche Leistungsstärken. Es ist zu erwarten, dass ein Akku mit 400mAh deutlich kürzer die notwendige Energie liefert, als ein Akku mit 650mAh oder gar ein Akku mit 700mAh. Dies gilt es zu überprüfen. Aber auch, welches bei einer Neuanschaffung der sinnvollere Akku ist.

Test 1: Leuchtdauer mit der Fenix PD35, 2xCR123A Akkus

Bild Batterie Preis* mAh Leuchtdauer Restspannung Ladezeit (h) Watt/Ladung Spannung geladen
Jinboshi 14€ (8 Stück) 400 mAh 1:12 / 12h 1,49 Volt 3:30h 1,93 Watt 4,33 Volt
Olight 15€ (2 Stück) 650 mAh 1:50 h 3,34 Volt 4:20h 1,88 Watt 4,25 Volt
Toupeng 10€ (2 Stück) 650 mAh 1:50 h 2,65 Volt 7:20h 1,86 Watt 4,26 Volt
Nitecore 8€ (Stück) 650 mAh 1:50 h 3,35 Volt 6:50h 1,88 Watt 4,28 Volt
Fenix 6€ (Stück) 700 mAh 1:50 h 3,45 Volt 6:50h 1,88 Watt 4,30 Volt
LEDLenser 18650 LEDLenser 18650 19€ (Stück) 2.200 mAh 8:00 h 1,49 Volt 8:00h 4,80 Watt 4,21 Volt

Test 2: Akku mit Messstation bis 2,5V entladen

Bild Batterie Preis* Wh / Hersteller mAh / Hersteller mAh / Test
Jinboshi 14€ (8 Stück) k.A. 400 mAh 162 mAh
Olight 15€ (2 Stück) 2,4 Wh 650 mAh 619 mAh
Toupeng 10€ (2 Stück) 2,59 Wh 650 mAh 684 mAh
Nitecore 8€ (Stück) 2,4 Wh 650 mAh 667 mAh
Fenix 6€ (Stück) 2,52 Wh 700 mAh 646 mAh

*Preis: Der hier angezeigte Preis ist kein aktueller Verkaufspreis, sondern der Preis, den wir zum Zeitpunkt dieses Testes für die jeweiligen Akkus/Batterien bezahlt haben.

CR123-Akku Test – das Ergebnis

In unserem Test hat sich bestätigt, dass der Test-Akku mit 400mAh 38 Minuten kürzer die notwendige Spannung lieferte, als die Akkus der 650mAh-Klasse. Überrascht hat uns, dass die Leuchtdauer von 1 Stunde und 50 Minuten bei allen getesteten Akkus konstant war. Umso erstaunlicher, dass der Fenix Akku mit 700mAh die gleichen Daten lieferte, wie der vergleichbare Akku von Nitecore mit 650mAh.

Wir haben im Vorfeld lange darüber diskutiert, welches das fairste und zugleich praxisnahste Messverfahren für Akku-Tests ist. Wir haben und bewusst für die Messung mittels Taschenlampe entschieden. Ein Verfahren, welches wir auch beim Batterie- bzw. Primärzellen-Test angewandt haben. Da die Testtaschenlampe bei ähnlichen Akkus naherzu identische Laufzeiten lieferte, haben wir die Akkus in einem zweiten Test über ein Messgerät entladen (Tabelle 2). Hier war zu erwarten, dass die Herstellerangabe in mAh nicht eingehalten wird. Zumindest war dies das Ergebnis aus anderen Akku-Tests. Hier ist eine Abweichung von 10 Prozent unter dem Nennwert in Ordnung. In dieser Wertung zeigte der Akku der Firma Olight sowie der Fenix-Akku Minderwerte, die vertretbar sind. Überrascht haben und die Akkus von Nitecore und Toupeng. Beide sollen jeweils 650 mAh liefern, übertreffen diesen Wert jedoch.
Immerhin hat uns der „Jinboshi“-Akku nicht enttäuscht. Von angegebenen 400 mAh konnten wir im Messverfahren gerade einmal 162 mAh, also weniger als die versprochene Hälfte, abrufen.

Ebenfalls interessant war jedoch die Ladedauer in dieser Akku-Klasse. Eine längere Ladedauer bedeutet in der Regel auch höhere Stromkosten bei der Ladung (die genauen Werte liefern wir hier nach). Hier zeigte Olight mit durchschnittlich 4:20 Stunden die kürzeste Ladezeit. Die Akkus von Fenix und Nitecore, die so identische Wert liefern, dass wir der annehmen, müssen dass es sich um die gleichen Akkus nur mit unterschiedlichem Label handelt, benötigen knapp 7 Stunden, bis sie vollständig geladen sind. Unser Akku-Set der Firma Toupeng benötigt noch 30 Minuten mehr.

Welchen CR123 (16340) Akku kaufen?

Wieder einmal gibt es keine eindeutige Antwort. Wir wissen nicht, wie viele Ladezyklen die einzelnen Akkus in der Praxis überstehen. Dies nicht betrachtet, ist die Anschaffung der Jinboshi-Akkus (400 mAh) eine gute Wahl, wenn man mit einer Leuchtdauer von rund 70 Minuten zufrieden ist. Die 650 mAh-Akkus lieferten alle eine Laufzeit von 110 Minuten. Abgesehen vom Anschaffungspreis und den maximalen Nutzungszyklen zeigt der Olight-Akku mit einer Ladezeit von vier Stunden und 20 Minuten die kürzeste Ladezeit und somit die geringsten Ladekosten.

led lenser 18650 akku
Der 18650 Akku ersetzt in vielen Taschenlampen zwei CR123A Akkus. Leider sind die Maße der Akkus nicht zu 100% identisch. In jedem Fall sollte man die Herstellerangaben befolgen, wenn man zwei CR123-Batterien durch einen 18650-Akku ersetzen will.

Oder doch einen 18650-Akku verwenden?

Hier ist die Antwort relativ einfach: Ja. Unser getesteter 2.200mAh-Akku von LEDLenser versorgte die Fenix Test-Taschenlampe acht Stunden lang mit Strom. Hier spricht die Laufzeit für sich. Dieser Akku wurde von uns binnen knapp fünf Stunden in einer Lenser P7R oder M7R geladen. Die Ladung benötigt 4,8 Watt pro Stunde, was 24 Watt für eine volle Ladung bedeutet. Umgerechnet auf die Leuchtdauer ist der 18650-Akku mit Abstand am günstigsten. Gefolgt vom Olight-Akku, der 110 Minuten Spannung liefert bei einer Ladedauer von 1 Stunde und 50 Minuten. Dann folgt der Jinboshi-Akku, der in bereits 3 ½ Stunden geladen ist, aber auch nur 72 Minuten Spannung liefert. Und zu guter Letzt: Die Akkus von Toupeng, Nitecore und Fenix, die alle rund sieben Stunden für eine volle Ladung benötigen und 110 Minuten unsere Test-Taschenlampe mit Strom versorgten.

Unterschied zwischen CR123 und CR123A Batterien und Akkus

Batterien in der Bauform CR123A sind seit vielen Jahren im Fotobereich anzutreffen. Dort wurden und werden die Zellen aufgrund der Lithium Technik geschätzt. Eine geringe Selbstentladung und die kompakte Bauform sind zwei Vorteile dieser Batterien. Zudem sind sie weniger kälteempfindlich als Alkalien Batterien, was die Batterien im Fotobereich sehr interessant macht. Diese Vorteile machen sich heute auch die Hersteller von Taschenlampen zunutze.
Uns erreichen regelmäßig Anfragen von Taschenlampen-Freunde, die nach dem Unterschied zwischen CR123 und CR123A Zellen fragen. Unserer Meinung nach gibt es keinen Unterschied zwischen CR123 und CR123A – es ist lediglich eine Bezeichnung der Hersteller. Auch kann man keine Kapazität der Zellen aus dieser Bezeichnung herauslesen.
Zur Verwirrung trägt bei, dass die Zellen auch als „K123LA, EL123AP und DL123” bezeichnet werden. Die offizielle IEC-Bezeichnung der CR123-Zellen lautet übrigens CR17335.

Hinweis

Alle Akkus wurden für diesen Test frisch von einem Großhändler erworben. Alle Akkus wurden zuerst vollständig entladen und danach wieder voll aufgeladen. Der Test wurde für jeden Akkutyp zwei Mal hintereinander durchgeführt.

* Preise: Bei den ermittelten Preisen handelt es sich um Durchschnittspreise, die wir über einen längeren Zeitraum ermittelt haben. Die von uns gewählte Packungsgröße bezieht sich auf ein Abwägen von Anzahl/Preis.

VN:F [1.9.22_1171]
War dieser Testbericht Taschenlampen informativ? Bitte bewerte diesen Test:
Rating: 5.0/5 (10 votes cast)

Der Taschenlampen CR123A (16340) Akku-Test, 5.0 out of 5 based on 10 ratings

Rainer Hoppe

Über den Autor: Rainer Hoppe ist ein kritischer Produkt-Tester. Er hat bereits über 300 aktuelle Test-Berichte veröffentlicht. Rainer ist Anfang 30 und begeisteter Technik- und Computer-Fan. In seiner Freizeit fährt er Mountain-Bike. Seit kurzem ist er stolzer Vater einer kleinen Tochter.

Rainer Hoppe

Neuste Tests von Rainer Hoppe (zeige alle)

Schreibe einen Kommentar

5 + 1 =