Wie wir testen

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Immer wieder erreichen uns Anfragen, wie wir unsere Taschenlampen testen. Neben den Fragen, auf was wir besonderen Wert legen, erreichen uns viele Fragen, mit welchen Testgeräten wir beispielsweise die Lumen der Taschenlampe oder die Kapazität von Akkus testen. Hier möchten wir einen kurzen Überblick über unseren Testmöglichkeit geben.

Lumen-Messung der Taschenlampe

Lange haben wir hier experimentiert und oftmals unsere Messergebnisse auch nicht veröffentlicht. Stimmen im Internet wie „ich habe nachgemessen, die Lampe hat keine 1.000 sondern nur 999 Lumen“ wollten wir nicht noch unterstützen. Und ja, die Lumen-Angaben der Hersteller sind mit Vorsicht zu genießen. -> Siehe ARTIKEL
Entgegen dem ANSI NEMA FL1 Standard testen wir unsere Taschenlampen in einem Meter Abstand. Hierzu setzen wir eine Lichtbox ein, die mögliches Streulicht verhindert. Die Lux-Sonde sitzt am Ende der Lichtbox. Die Taschenlampe in einem Meter Abstand leuchtet, auf einem Stativ befestigt, in die Lichtbox. Der Abstand zwischen Lux-Sensor und Lampenkopf beträgt einen Meter.

luxmeter testo-440 voltkraft LX-1108
Zuerst haben wir uns den Luxmeter Voltkraft LX-1108 (links) angeschafft. Nach vielen Versuchen konnten wir die Daten über die serielle Schnittstelle auslesen. Leider muss bei einer Langzeitmessung der Messbereich nachgestellt werden, so dass die Messung kontinuierlich überwacht werden muss. Das Testo 440 (rechts) misst die Daten in der Langzeitmessung ohne Überwachung oder Nachstellen und liefert die Daten per USB im CSV-Format an.

Anfänglich haben wir mit dem Luxmeter von Voltkraft (LX-1108) experimentiert. Leider waren wir mit dem Ergebnis der Messungen nicht zufrieden. Dies lag jedoch weniger an der Genauigkeit, als am Handling der Datenaufbereitung. Nach vielen fehlgeschlagenen Versuchen haben wir es geschafft, per RS-232-Schnittstelle die Messdaten mittels der interessanten Software „HTerm“ fortwährend aufzuzeichnen. Leider kommt das Messgerät nicht mit deutlich unterschiedlichen Lux-Messbereiche zurecht und muss manuell justiert werden. So kann keine vernünftige Messung bei nachlassender Lichtleistung über einen längeren Messzeitraum durchgeführt werden.
Aktuell messen wir die Lichtleistung mittels eines „testo 440“-Messgerätes. Dies ermöglicht eine einfache und komfortable Langzeitmessung. Die Daten können als CSV-Datei vom Messgerät exportiert werden. Die Lux-Sonde hat eine Genauigkeit nach DIN EN 13032-1 (0,1 lux < 10.000 lux).

Taschenlampen-Temperaturmessung

Entgegen der weitläufigen Meinung, dass LEDs im Gegensatz zu Glühbirnen nicht heiß werden, testen wir alle Taschenlampen in unseren Test auf ihre Hitzeentwicklung am Schaft und am Lampenkopf. Temperaturen von über 50° Celsius bei Hochleistungs-Taschenlampen im Dauerbetrieb sind keine Seltenheit.

Raspberry Pi mit zwei DS1820 Sensoren
Aktuell testen wir die Temperatur im Taschenlampen-Test am Lampenkopf und am Schaft. Um diese zwei Punkte kontinuierlich zu protokollieren, messen wir die zwei Temperaturen mittels eines Raspberry Pi mit zwei DS1820 Sensoren.

Anfänglich haben wir mittels eines kontaktlosen Temperaturmessers die Datenreihen manuell erfasst. Nicht nur aufgrund des hohen manuellen Aufwandes haben wir nach einer besseren Lösung gesucht. Da es bei dieser Messreihe nicht auf eine Zehntel Grad genaue Messreihe ankommt, sondern der Fokus auf dem Temperaturanstieg innerhalb der Zeitspanne liegt, setzen wir seither eine eigenentwickelte Temperaturmessung auf einer Raspberry Pi-Basis ein. Als Messfühler nutzen wir zwei DS1820 (DS18b20 Datenblatt) Temperatursensoren mit einer 0,5° möglichen Celsius-Abweichung. Die Messdaten werden über ein Python-Skript als CSV-Datei auf dem Raspberry gespeichert und anschließend visualisiert.
Die genaue Beschreibung, wie man mehrere DS1820 Temperatursensoren mittels eines Raspberry ansteuert, kann HIER nachgelesen werden.
Da wir von unserem Testo-Messgerät aktuell sehr angetan sind, haben wir uns einige Temperaturmesssensoren bestellt, die wir gerade ebenfalls testen. Wenn uns diese Sensoren begeistern, werden wir die Testreihen in Zukunft über das Testo-Messgerät abwickeln und unsere selbstgebaute Raspberry-Lösung damit ablösen.

Akku/Batterien

Um die Kapazität einer Zelle (Akku) zu testen, muss dieser in einem Test entladen werden. Anfänglich haben wir mit der China-Platine HW-586 (ZB2L3) experimentiert, die für rund 10 Euro auch bei deutschen Händlern im Versandhandel erhältlich ist. Diese Schaltung entlädt über einen Widerstand die angeschlossene Zelle und gibt die Kapazität auf einem Zifferndisplay aus.
Leider können mit diesem Modul keine Daten gespeichert und somit auch keine Entladekurven erstellt werden. Die Verwendung von unterschiedlichen Widerständen beim Entladen wäre möglich, ist aber sehr umständlich.

HW-586 ZB2L3
Für unsere Akku-Test haben wir zuerst mit der Platine HW-586 (ZB2L3) experimentiert, die es für wenige Euro über den Versand aus China gibt. Die Werte können kontinuierlich über das Display abgelesen werden. Eine Speicherung ist nicht möglich.

Lange haben wir uns auf dem deutschen Markt nach einem vernünftigen Messgerät umgeschaut, welches diese Anforderungen erfüllt. Leider waren alle Messgeräte preislich im vierstelligen Bereich, was unser Budget doch deutlich überstiegen hätte.
Nicht preisgünstig, aber mit knapp 400 Euro (inkl. Versand und Einfuhrsteuern, Lieferung aus den USA) im Budget, lag der „Battery Analyzer CBA IV“ von „West Mountain Radio“. Dieses Messgerät kann viele verschiedene Zellen testen und wird via USB an einen Rechner angeschlossen. Der Entladewiderstand wird über eine mitgelieferte Windows-Software eingestellt. Die fortlaufenden Entladedaten können über die Software gespeichert und ausgewertet werden.

West Mountain Radio CBA IV Akku-Tester
Nach vielen Tests auf der Suche nach dem besten Messgerät zur Akku-Kapazitätsmessung sind wir auf den West Mountain Radio CBA IV „Computerized Battery Analyzer“ gestoßen. Mittels dieses Messgerätes, welches per USB an einen Windows-Rechner angeschlossen wird, können Entladeströme individuell eingestellt und Daten samt Messkurven erstellt werden.
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Rainer Hoppe
Über den Autor: Rainer Hoppe ist ein kritischer Produkt-Tester. Er hat bereits über 300 aktuelle Test-Berichte veröffentlicht. Rainer ist Anfang 30 und begeisteter Technik und Computer-Fan. In seiner Freizeit fährt er Mountain-Bike. Seit kurzem ist er stolzer Vater einer kleinen Tochter.

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